Andreas Hofmeir, Tuba
Knapp unter dem Weißwurschtäquator in der Holledau aufgewachsen, habe ich neben den handelsüblichen Lausbübereien bei den Ministranten und im Fußballverein auch bald in der heimischen Blaskapelle mitgemischt, und zwar ursprünglich als Schlagzeuger. Um später nicht mit Yossarian in konflikt zu geraten, habe ich bald zur Tuba gewechselt, mit Anfangsunterricht bei einem Klarinettisten und seiner russischen Grifftabelle.
Der ungeheure Spaß in Jugendchören und -orchestern (daher kenn ich ja den Sepp) hat mich dann auch zum musikstudium verleitet, zuerst in Berlin, dann in Stockholm, dann in Hannover. Ich hatte das Glück, tolle Lehrer und Kommilitonen zu finden, und auch meine Akademiejahre bei den Berliner Philharmonikern waren eine schöne Zeit. Ein einjähriger Abstecher zu den Münchner Philharmonikern führte schließlich zum Brucknerorchester in Linz und zu einem Leberkas-Pepi-Treueausweis (ein unbestreitbarer Höhepunkt in meinem Leben ) und eine Attraktion für alle, die mich dort privat oder beruflich besuchten. Darunter der Harfenist Andreas Mildner (nicht schwul!!!) mit dem ich ein höchst amüsantes Tuba-Harfen-Duo unterhalte und mein Kabarettpartner Matthias Fohn von der Qualkommission. Nach zehn Jahren Pausenzählen in Sinfonieorchestern überzeugte mich der Sepp mit einem Schweinebraten vom turn-over und ich habe das Brucknerorchester für ein Leben in verrauchten Backstages und vereisten Feuerwehrautos hingeworfen.
Damit ich aber den Kontakt zur Klassik nicht ganz verliere, unterrichte ich noch ein paar Tubisten am Mozarteum in Salzburg.
In der Band bin ich zuständig für richtige Fragen zur falschen Zeit und ausserdem Verpflegungsoffizier.